Aktuelles

Ausgabe 174 (Nov./Dez.2010)

Mülheim 2020

Wir fragen uns:

wie wird es in unserem Viertel in 10 Jahren aussehen?

Armut, Gewalt, Ausgrenzung Einsamkeit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit aber auch Hilfe,

Solidarität, Aufbegehren Mut, Hoffnung, Liebe

 

 

Diese Gegensätze und noch viele andere stoßen in Mülheim aufeinander.

Sie zeichnen einen Stadtteil, der in den letzten dreißig Jahren den großen Teil seiner Industrie verloren hat und ums Überleben kämpft.

Mülheim 2020 Das ist aber auch der Name eines anspruchsvollen Sozialprogrammes aus Mitteln der EU, mit dem unserem Stadtteil der Anschluss an die städtische Entwicklung gesichert werden soll. Darüber ist in unserem Viertel ein Streit entbrannt.

Bürger werfen den Machern in der Stadtverwaltung Untätigkeit vor, die Verantwortlichen beklagen unsachliche Angriffe und sprechen von den Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Programms.

Einige engagieren sich, viele verweigern sich. Sie glauben an keine Verbesserung mehr und haben aufgegeben.

Andere wählen die stumme Art des Protestes. Sie nehmen Drogen oder zünden Autos an.

"Friede in unseren Städten" unter diesem Titel hat der damalige Wohnungsbauminister von NRW, Dr.Christoph Zöpel, SPD, Ende der siebziger Jahre, in einer Zeit von Hausbesetzung und sozialen Kämpfen, für den Dialog zwischen den verfeindeten Gruppen geworben.

Friede in unserem Veedel Heute verfügen wir über zahlreiche Methoden der Friedensarbeit. Eine davon ist die Naturaufstellung. Hier stehen und interagieren TeilnehmerInnen stellvertretend für die wesentlichen Elemente eines Konfliktes. Mit dieser Methode haben wir in der Vergangenheit in Mülheim bereits Konflikte aufgestellt: so die Auseinandersetzung um die Nutzung der Industriebrache alter Güterbahnhof oder den Streit um den Wasseranschluss für die Halle am Faulbach. Jetzt wollen wir unter dem Titel: Friede in unserem Veedel die aktuellen Themen aufstellen. Dazu fand vom

9.-14. Nov. ein Workshop bei SSM in der Düsseldorfer Straße statt.

Alle, die sich für die Zukunft unseres Veedels interessieren, laden wir ein, an diesem Workshop teilzunehmen und diese Methode gemeinsam zu erproben. Die Teilnahmebedingungen und eine genaue Beschreibung der Methode finden sich im Anhang. Wer nicht am ganzen Workshop teilnehmen, aber die Naturaufstellung kennenlernen will, ist eingeladen, am Sa. den 13.Nov. um 14h zum SSM zu kommen und mit uns die Aufstellung: Mülheim 2020-Chancen und Konflikte zu erleben.

 

mit freundlichen Grüßen Rainer Kippe

Ausgabe 174 (Nov./Dez.2010)

zu Tisch bitte....

"ressource müll“ lädt ein:

Ab 22. November 2010 stehen bemalte Tische im Bürgerpark Berliner Straße In einem ungenutzten Gebäude im Bürgerpark wurde am 10. September 2010 eine, für alle offene, Werkstatt eröffnet.

Dort wurden übrig gebliebenen Kindertische kreativ umgewertet.

Mehr als 30 Kinder und Jugendliche aus den städtischen Kitas Von-Sparr-Straße und Berliner Straße, der Selbsthilfe Köln Von-Sparr-Straße, Nachbarn, Künstlerinnen und Künstler haben im September und Oktober in der Werkstatt Tische phantasievoll bemalt.

30 bemalte Tische werden von Kindern der Kitas für 2 Wochen auf die Wiese im Bürgerpark Berliner Straße gestellt.

Ausstellungseröffnung:

ist am 22. November um 11 Uhr Die Aktion „resscource müll“ ist Teil des Projektes: „Hallo Nachbar – Danke schön“ des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz der Stadt Köln und wurde von Engelbert Becker und Renate Paulsen durchgeführt.

Ausgabe 172 (Seb./Okt. 2010)

Die I-Dötzchen sind wieder unterwegs

Es ist wieder soweit: Für viele Kinder beginnt

der "Ernst des Lebens", wie Eltern immer

gern sagen.

Es gibt Schultüten, den ersten Ranzen, Stifte

und Hefte. „Zu meiner Zeit gab es noch eine

kleine Schiefertafel und dazu angespitzte

Kreidestifte,“ erzählt Brigitte.

Eins ist aber über die ganze Zeit gleich

geblieben: Die Aufregung! Denn ob Früher

oder Heute, die Einschulung ist ein spannender

und aufregender Lebensabschnitt,

zu dem wir allen I-Dötzchen alles Gute

wünschen.

Aber warum heißen die kleinen Schulanfänger eigentlich I-Dötzchen?

Die wohlwollende Bezeichnung I-Dötzchen stammt ursprünglich aus dem Rheinland, ein kleines Kind wird im rheinischen Dialekt

als Dotz oder Dötzken (Dötzchen) bezeichnet.

Die Erstklässler werden I-Dötzchen genannt, da früher bei der Vermittlung

der deutschen Schreibschrift in der Schule zumeist der Buchstabe „I“ als erster gelehrt wurde. Die Bezeichnung I-Dötzchen hat sich zwischenzeitlich über die Grenzen des rheinischen Dialekts ausgebreitet.