Initiativen/Vereine

Ausgabe 174 (Nov.-Dez.2010)

Kölner-/ NRW-KickerCup

Freitag, den 5.11.2010, 19.00 Uhr war der Start für den 2.Teil des 34.KölnerKickerCup.

Nach den Schülern waren jetzt die Großen dran.

Es gab eine Zusammenlegung vom tradtionellen KölnerKickerCup und dem NRW KickerCup.

Günter Schulz vom Don-Bosco-Club und Jörg Bünning von der Offenen Tür OT Vita haben den Cup spieltechnisch vorbereitet und durchgeführt.

Die Hausmeisterei hat wieder unsere Kickertische aus der benachbarten Tiefentalschule rangeschleppt.

Mit Limo, Saft, Fritten und Würstchen gab es auch den nötigen Mampf für den Kampf. Nette Stimmung bei insgesamt 9 Mannschaften.

Nachts um 0.45 Uhr standen dann die Sieger fest.

 

Platzierungen:

 

1. Hürth 1

2. OT Vita 1

3. Teentown

4. OT Vita 2

5. Hürth 2

6. Ohmstrasse

7. Blu4you

8. Don-Bosco-Club

9. Derrsiedlung Leverkusen

Ausgabe 174 (Nov.-Dez. 2010)

„Älterwerden in Mülheim"

Eine Seniorin erzählt vom Spaß beim Frühstückstreffen...(Fortsetzung):

Diesmal möchte ich Euch... ... von einer Einrichtung in Köln-Mülheim berichten, die allen Senioren Spaß macht, die daran teilnehmen.

Es ist das Frühstückstreffen, das jeden Montag von 10-12 Uhr stattfindet. Kaffee, Tee, Brötchen gibt es umsonst.

Aufschnitt oder Marmelade usw. muss sich jeder selbst mitbringen.

Die Beteiligung an dieser Runde ist immer groß. Hier können Erlebnisse ausgetauscht werden. Vorschläge für Aktivitäten werden eingebracht.

Es wird viel erzählt, gelacht, gegessen und getrunken.

Es ist eine fröhliche Gemeinschaft. Das ist ansteckend und vertreibt die eigenen Sorgen für eine Weile. Verabredungen werden getroffen für Kino, Theater, Museen, zum Spazierengehen, zum Restaurantbesuch.

Aber auch zum Kartenspielen… Wünschen und Vorlieben sind keine Grenzen gesetzt. Alles ist ganz entspannt.

Weil dieses Treffen jede Woche stattfindet, kennen sich alle untereinander gut. Das ist ein Vorteil. So können sich auch Freundschaften entwickeln.

Und Rat und Hilfe, wenn es mal nötig ist, bekommt man hier ganz sicher auch. Kommt mal vorbei. Ihr braucht einfach nur da zu sein.

Kein Schreiben, kein Lesen, kein Tanzen, kein Computer. Das sind alles sehr schöne Begegnungsgruppen.

Aber manche von euch können damit nichts anfangen.

Hier ist die Alternative. Bei der Frühstücksgruppe könnt ihr nette Leute treffen. Nur dabei sein und Spaß haben.

Wenn aber doch jemand für noch etwas anderes Interesse hat, gibt es das Gedächtnistraining. Das findet alle 14 Tage statt.

Das kennen wir doch alle. Wie oft fällt einem ein Name nicht ein, ein Datum, ein Geburtstag usw. Je mehr man sich anstrengt, die Antwort zu finden, je weniger gelingt es.

Aber eine halbe Stunde später, dann weiß man es plötzlich.

Wahrscheinlich, weil man sich nicht mehr unter Druck setzt, die Antwort unbedingt finden zu wollen.

Diese Gruppe trainiert das Gedächtnis, die Konzentration, die Merkfähigkeit, die Phantasie und Kreativität. Alle 14 Tage, das ist nicht zu viel. In der Zwischenzeit kann man das Gelernte, Erfahrene praktisch anwenden. Und irgendwann stellt sich ganz sicher ein Erfolgserlebnis ein.

Aber auch hier steht die Freude am Üben im Vordergrund. Und es gibt jede Menge Spaß. Alles ist spielerisch und ohne Leistungsdruck.

Das Ganze ist kostenlos.

Es findet, genau wie das Frühstückstreffen, in der Dünnwalder Str. 5, Ecke Keupstraße statt. Gegenüber vom Norbert-Burger-Haus.

Das nächste Treffen ist am 24.11.

 

Brigitte Jaschinski

Ausgabe 173 Okt.- Nov.

sou.l.y.

Singworkshop

sounds like you 

 

Wollten Sie Ihrer Stimme schon immer Ausdruck verleihen, sich mit Ihrer Stimme ausprobieren oder lieben Sie einfach das Singen und haben Lust in einer Gruppe zu singen?

 

Dann kann sou.l.y. für Sie einen Ort schaffen, diesen Fragen und dem menschlichen Bedürfnis des Ausdrucks der eigenen Stimme und ihren Stimmungen nachzugehen. Idee: Wir, die Musiker und Musikpädagogen Rabih Lahoud und Dirk Grün, entwickelten ausgehend von unseren unterschiedlichen kulturellen Prägungen und unserer künstlerischen und pädagogischen Praxis das Konzept sou.l.y. – sounds like you.

In unserer Arbeit wurde deutlich, wie stark das Bedürfnis der Menschen ist, gemeinsam zu musizieren. Dabei ist für uns die menschliche Stimme ein wundervolles „Instrument“, das die meisten von uns in sich tragen und es täglich verwenden, m die eigenen Gefühle und Gedanken mitzuteilen und Menschen zu begegnen.

So möchte sou.l.y. unterschiedlichste Menschen zusammenbringen und sie unterstützen ihre stimmlichen Potentiale freilzulegen. Insofern richten sich unsere Workshops an alle

• die gerne in einer Gruppe singen wollen, sich bisher aber noch nicht getraut haben

• die schon Erfahrung im Singen haben und diese Erfahrungswerte erweitern wollen

• die professionell Singen und die Leichtigkeit ihrer Stimme (wieder) finden wollen Inhalt: Wir stellen für jeden Workshop eine Stückauswahl unterschiedlicher Genres, wie Klassik, Pop, Weltmusik, Jazz etc. zusammen. Diese erschließen wir methodisch durch unsere, in jahrelanger künstlerischer und pädagogischer Arbeit entstandenen, Arbeitswege. Dabei dient uns die innovative und neuartige Complete Vocal Technique (CVT) nach Cathrine Sadolin als Basis der Workshops.

Erweitert wird dies durch Elemente von Yoga und der Alexandertechnik, die uns helfen können in einem guten Körperbewusstsein neue, unergründete menschliche und musikalische Welten freizulegen.

Mit diesem Hintergrund entsteht in einem wunderschönen, hellen Atelierraum einer alten Fabrik in Köln-Mülheim in jedem Workshop eine besondere Atmosphäre von gegenseitigem Lernen und Lehren in der sich alle wieder finden, ausdrücken und einbringen können und mit Freude gemeinsam Musik machen.

 

Mitzubringen:

• Decke; legere Kleidung; Instrument, wenn vorhanden

• Etwas zu Essen, so dass ein nettes, kleines Büffet entsteht

• Honorar von 35€ pro Singworkshop Termine

 

Ort:

Institut für neue Arbeit (SSM) Düsseldorfer Str. 74 51063 Köln

Mülheim www.ssm-koeln.org

 

Fotos Signworkshop

Termine: (jeweils von 10h – 16h):

Sa. 23.10.2010, Meine Stimme, das bin ich,

Sa. 27.11.2010, Let´s sing together,

Sa. 11.12.2010, Komm und sing mit,

Sa. 18.12.2010, Weihnachtliche Lieder & Songs

Dozenten:

Rabih Lahoud Sänger, Pianist, Komponist Dirk Grün Klarinettist, Saxophonist, Ensemblecoach Kontakt bei Fragen und Anmeldung:

Dirk Grün mobil 0163 – 384 72 76 mail info@dirkgruen.de

Ausgabe173 Okt.-Nov- 2010

,,Älterwerden in Mülheim``

Eine Seniorin erzählt vom Spaß bei Tanztreffen...(Fortsetzung)

Ich bin unterwegs auf der Suche nach einer neuen Einrichtung im Senioren-Netzwerk. Ich laufe die Straßen entlang und erreiche das Norbert-Burger-Haus, Keupstraße 2-4. Hier war ich schon einmal, im Internet- Café. Auch diesmal gehe ich auf die 4.Etage. Aber ich biege ab in die Kapelle. Schon von weitem höre ich folkloristische Musik. Das hört sich gut an, das stimmt fröhlich. Ich betrete den weiten Raum. Ich sehe eine Gruppe von Frauen, die tanzen. Es ist fast unwirklich. Sie schweben hin und her. Mal tanzen sie aufeinander zu, mal entfernen sie sich von einander. Es ist ein dynamisches Miteinander. Ihre Gesichter leuchten, sie sind ganz bei der Sache. Es geht eine frohe Stimmung von ihnen aus, der ich mich nicht entziehen kann. Sie machen eine Pause. Diese nutze ich. Ich frage sie, was sie empfinden, wenn sie tanzen. “Es mach einfach nur Freude“, sagen sie einstimmig. “Wir freuen uns immer, wenn wie uns hier treffen. Die Musik, die Bewegung. Es macht viel Spaß, zu tanzen. Immer wieder probieren wir neue Tänze aus. Da muss man sich konzentrieren und ganz dabei sein. Untereinander haben sich Freundschaften entwickelt. Das ist ein schöner Nebeneffekt.” Diese Gruppe wird geleitet von Marion Westhoff. Sie ist sehr engagiert. Man merkt ihr die Fröhlichkeit an, mit der sie diese Gruppe führt. Sie ist Mitglied im Bundesverband Seniorentanz e.V. Diese führen Seminare durch, an denen Frau Westhoff teilnimmt. Kommt sie zurück, bringt sie neue Ideen, Anregungen und natürlich neue Tänze mit. So ist diese Tanzgruppe immer auf dem neuesten Stand. Es gibt Kreistänze, Blocktänze, aber auch Squaredance und Formationstänze. Die Musik kommt aus dem Folklorebereich europäischer Länder. Im Moment besteht diese Gruppe aus Frauen, aber alle würden sich freuen, wenn auch Männer teilnehmen würden. Grundsätzlich wären sie froh über jede Verstärkung. Ich kann diese Tanzgruppe nur empfehlen. Hier wird die Beweglichkeit gefördert und ganz nebenbei regt das Tanzen die Gehirnzellen an. Denn, wie schon oben gesagt, braucht es Konzentration. Das alles wird auf angenehme Art und Weise vermittelt. Kein Drill. Spaß und Freude stehen im Vordergrund. Jeden Donnerstag um 15,15 Uhr trifft sich die Gruppe. Kommt einfach mal vorbei, schaut euch das an, macht mit. Ich kann euch versichern, ihr werdet freundlich empfangen werden. Brigitte Jaschinski Hier nochmal Zeit und Ort der Tanztreffen: Norbert-Burger-Haus Keupstr. 2-4 (Kapelle ,4. Etage) in Köln-Mülheim, jeden Donnerstag um 15:15 Uhr 

Schon von weitem höre ich folkloristische Musik. Das hört sich gut an, das stimmt fröhlich. Ich betrete den weiten Raum. Ich sehe eine Gruppe von Frauen, die tanzen. Es ist fast unwirklich. Sie schweben hin und her.

Mal tanzen sie aufeinander zu, mal entfernen sie sich von einander.

Es ist ein dynamisches Miteinander.

Ihre Gesichter leuchten, sie sind ganz bei der Sache. Es geht eine frohe Stimmung von ihnen aus, der ich mich nicht entziehen kann. Sie machen eine Pause. Diese nutze ich. Ich frage sie, was sie empfinden, wenn sie tanzen. “Es mach einfach nur Freude“, sagen sie einstimmig. “Wir freuen uns immer, wenn wie uns hier treffen. Die Musik, die Bewegung. Es macht viel Spaß, zu tanzen. Immer wieder probieren wir neue Tänze aus. Da muss man sich konzentrieren und ganz dabei sein. Untereinander haben sich Freundschaften entwickelt. Das ist ein schöner Nebeneffekt.” Diese Gruppe wird geleitet von Marion Westhoff. Sie ist sehr engagiert. Man merkt ihr die Fröhlichkeit an, mit der sie diese Gruppe führt. Sie ist Mitglied im Bundesverband Seniorentanz e.V. Diese führen Seminare durch, an denen Frau Westhoff teilnimmt. Kommt sie zurück, bringt sie neue Ideen, Anregungen und natürlich neue Tänze mit. So ist diese Tanzgruppe immer auf dem neuesten Stand. Es gibt Kreistänze, Blocktänze, aber auch Squaredance und Formationstänze. Die Musik kommt aus dem Folklorebereich europäischer Länder. Im Moment besteht diese Gruppe aus Frauen, aber alle würden sich freuen, wenn auch Männer teilnehmen würden. Grundsätzlich wären sie froh über jede Verstärkung. Ich kann diese Tanzgruppe nur empfehlen. Hier wird die Beweglichkeit gefördert und ganz nebenbei regt das Tanzen die Gehirnzellen an. Denn, wie schon oben gesagt, braucht es Konzentration. Das alles wird auf angenehme Art und Weise vermittelt. Kein Drill. Spaß und Freude stehen im Vordergrund. Jeden Donnerstag um 15,15 Uhr trifft sich die Gruppe. Kommt einfach mal vorbei, schaut euch das an, macht mit. Ich kann euch versichern, ihr werdet freundlich empfangen werden.

 

Brigitte Jaschinski

 

Hier nochmal Zeit und Ort der Tanztreffen:

Norbert-Burger-Haus Keupstr. 2-4 (Kapelle ,4. Etage) in Köln-Mülheim,

jeden Donnerstag um 15:15 Uhr

Ausgabe 172 (Sept.-Okt. 2010)

,,Älterwerden in Mülheim``

Mein heutiger Beitrag befasst sich mit einer sehr zeitgemäßen Einrichtung im Senioren- Netzwerk. Ich stelle das Internet-Café 55 Plus vor.

Wenn jetzt jemand meint, dass er damit nichts anfangen kann, dass ihn das nicht interessiert, dass der Umgang damit viel zu schwierig ist, dem kann ich nur sagen: Abwarten. Internet ist im Grunde nichts anderes als ein modernes Kommunikationsmittel. Hier hat man die Möglichkeit, sich zu informieren, sich mit anderen Menschen auszutauschen, Briefe zu schreiben. Man muss ja nicht alle Möglichkeiten nutzen.

 

Ich z.B. nutze es hauptsächlich, um mich jeden Morgen bei einer Tasse Kaffee über die neuesten Nachrichten zu informieren. Ich brauche also gar keine Zeitung kaufen. Ich bin immer ganz gut unterrichtet, was in der Welt passiert. Auch die Kölner Nachrichten kann ich aufrufen. Ich erfahre, was in der Stadt passiert, was es im Kino, im Theater gibt. Wann und wo Wochenmärkte sind usw. .

 

Habe ich Lust, einer Freundin einen Brief zu schreiben, rufe ich meine EMail- Adresse auf. Dann kann ich ihr alles erzählen, was ich möchte. Das Schöne ist, dass sie mir auf diesem Wege auch antworten kann. So kann ich Verabredungen treffen, wir können uns gegenseitig Vorschläge machen, was wir unternehmen wollen. Und die Antworten kommen immer recht schnell. Da brauche ich nicht tagelang zu warten. Auch brauche ich keine Briefmarken kaufen und muss auch nicht zum Briefkasten laufen, um dann auch noch festzustellen, dass er gerade geleert worden ist. Das ist also alles recht bequem, gerade richtig für Senioren.

Ihr wisst nicht, was eine E-Mail-Adresse ist und wie man sie einrichtet? Das wird euch im Café gezeigt. Euch wird auch gezeigt, wie man damit umgeht. Immer ist Hilfe da. Man kann sich Zeit lassen, immer wieder üben, immer wieder nachfragen. Irgendwann klappt es dann. Zeit spielt keine Rolle.

 

Außerdem kann ich mich im Internet über alles Mögliche informieren.

Letztens wollte ich Messing putzen, aber womit? Ich gebe also die Worte “Messing putzen” ein und schon habe ich die Antwort. Ist das nicht eine schöne Sache? Da brauche ich nicht lange in Nachschlagewerken zu blättern, hier habe ich die Antwort direkt.

Die Technik erscheint vielen zu schwer, zu unübersichtlich? Hier im Internet-Café kann man die Grundregeln lernen. Das sind nicht viele. Man muss ja nicht alles können. Und es macht Spaß. Das können auch ältere Menschen lernen. Und es sind immer Teilnehmer da, die Ahnung haben, die einem weiterhelfen. Hier treffen sich nette Leute, die sich gegenseitig unterstützen. Sie trinken dabei Kaffee und unterhalten sich über alles Mögliche. Das muss nicht immer was mit Internet zu tun haben. Sie haben Spaß miteinander, schreiben Briefe, suchen Antworten auf Fragen. Will man z.B. in Urlaub fahren, kann man sich prima über das Urlaubsgebiet kundig machen. Man kann sich ein Hotel aussuchen, die Preise erfahren und vieles mehr. Das ist alles ganz unverbindlich. Man muss ja nichts buchen, sich einfach nur mal informieren.

In der Zeit bis zum nächsten Treffen könnt ihr euch damit beschäftigen, euch zu überlegen, welche Fragen ihr an das Internet habt. Sicher gibt es so einiges, was ihr schon mal gerne wissen wolltet. So könnt ihr eure freie Zeit sinnvoll nutzen. Und ich glaube, dass ihr dann keine Langeweile mehr verspüren werdet.

Nun, habe ich euch ein wenig neugierig gemacht?

 

Angst braucht ihr auf jeden Fall keine davor zu haben. Hilfe gibt es hier genug.

Alle fangen mal an, dann wird es immer leichter. Kommt einfach mal vorbei. Alles ist kostenlos. Alle Beteiligten in dieser Gruppe haben mir versichert, dass sie sich freuen würden, Verstärkung zu bekommen.

Gemeinsamkeit macht stark. Dieser Spruch stimmt hier auf jeden Fall.

Der Treffpunkt ist immer Mittwochs, von 15 - 17 Uhr im Norbert-Burger-Haus, Keupstr. 2a - 4 in Köln Mülheim, 4. Etage, Fahrstuhl ist vorhanden. Die Linie 4, die Busse 152 und 153 halten direkt an der Keupstraße.

Dann ist es nur noch ein kurzer Fußweg bis zum Ziel. Im nächsten Beitrag stelle ich Euch eine andere Begegnungsstätte im SeniorenNetzwerk vor. Fortsetzung folgt... Brigitte Jaschinski Eine Seniorin erzählt vom Internet-Café (Fortsetzung):

Ausgabe 173 (Okt.-Nov.2010)

Gedichte aus dem „Schreib- und Lesecafé“

Sommer ist´s

 

Es lechzt nach meinem süßen Blut

die Mücke in der schwülen Nacht,

sirrt um mein Ohr voll Liebesglut,

sie hat mich um den Schlaf gebracht.

             Sommer ist´s.

 

Kaum zeigt sich erstes Morgenrot,

schon zanken Raben und ein Spatz,

um ein paar Krümel altes Brot

und um den besten Aussichtsplatz.

             Sommer ist´s.

 

Jetzt tät ein frisches Bad mir gut,

da finde ich im Badezimmer,

handtellergroß und dick behaart,

´ne Spinne, ich ertrag´s bald nimmer.

              Sommer ist´s.

 

Im Schlüpfer auf der Wäscheleine

verirrte sich in dunkler Nacht

ein schwarzer Falter, fast hätt´ er

mich um den Rest Verstand gebracht.

              Sommer ist´s.

 

Beim Frühstück liegt auf meinem Brot

unbeweglich eine Biene.

Doch war sie noch nicht mausetot.

Bienenstichs Folge: Leidensmiene.

              Sommer ist´s.

Auf Kriegspfad tausend Ameisen,

zu welchem Ziel auch immer,

quer durch meine Küche reisen,

erste Rast – mein Speisezimmer.

             Sommer ist´s.

 

Frösche quaken um die Wette,

Libellen tanzen um den See.

Ich lieg allein in meinem Bette,

vor Sehnsucht tut das Herz mir weh.

             Sommer ist´s.

 

Läuse fressen meine Rosen,

sie lassen schon die Köpfe hängen.

Schnaken stören mich beim Kosen

sich zwischen unsre Lippen drängen.

             Sommer ist´s.

 

Es kriecht auf meinen bloßen Leib

der Käfer Fritz, er will nach Süden.

Er sucht nach einem kessen Weib,

er hat genug von braven, prüden.

             Sommer ist´s.

 

In meinem schönen Schottenkilt,

ist ein fast Euro-großes Leck.

Der Motte Hunger ist gestillt,

ich hielt´s zuerst für einen Fleck.

             Sommer ist´s.

Meine Küche ist nicht reinlich,

das Heer der Schaben freut sich sehr.

Mir ist das alles etwas peinlich,

jetzt muss der Kammerjäger her.

             Sommer ist´s.

 

Mehlwurm heißt dieses bleiche Tier,

es wühlt in meinem Roggenschrot.

Ich meinen Appetit verlier

und esse nie mehr Körnerbrot.

             Sommer ist´s.

 

Auf meinem Bett kriecht eine Assel.

Ihr Wunsch, ich leihe ihr mein Ohr.

Doch fürchte ich dann das Gerassel,

das käme mir zu grauslich vor.

             Sommer ist`s.

 

Raupen meine Blumen fressen

die ich von Läusen just befreit,

Schnecken, vom Salat besessen:

Herbst, wann ist endlich deine Zeit!

            Doch Sommer ist´s.

 

Erika Maaßen

Ausgabe 172 Sept.-Okt. 2010

Gedichte aus dem ,,Schreib- und Lesecafe´´

Mein Gedicht sind

Gedanken

Die kommen,

Die mich treffen und

bewegen

Und einen Teil meiner

Welt aussagen.

 

Ruth Moser

Du bist unterwegs

Die fremde Ferne lockt

dich

Ich warte auf Dich

 

Ruth Moser

Einsicht und Vertrauen,

Freunde und Liebe

Befreien zum Leben.

 

Ruth Moser

Du bist willkommen

Komm, mein Haus steht

dir offen

Zuflucht für Freunde.

 

Ruth Moser